Die heutige Fahrt ist relativ kurz mit knapp 300 Km. Mit dem Hovenweep National Monument und dem N.P Mesa Verde ist der heutige Tag nur auf die Indianerkultur beschrenkt. Mesa Verde ist denn auch der einzige Park in der USA der sich auch nur mit dem Schaffen und der Kultur der Indianer auseinandersetzt.

Hovenweep National Monument
Von Blandling aus geht es auf einer „Country Road“ nicht durchgehend geteert durch das schöne Tal „“Canyons of the Ancients“ und weiter zum ersten Tagesziel. Das Hovenweep National Monument liegt auf der Grenze zwischen den Bundesstaaten Colorado und Utah westlich des Ortes Cortez. Es wurde am 2. März 1923 durch den Präsidenten Warren G. Harding eingerichtet. Das National Monument besteht aus sechs nicht zusammenhängenden Gebieten mit Ruinen der indianischen Ureinwohner. Holly Canyon, Backberry Canyon, Cutthroat castle und Goodman Point befinden sich dabei in Colorado, Cajon und Square Tower in Utah

1854 entdeckte eine mormonische Expedition unter der Leitung von W.D. Huntigton die Ruinen, welche den zu diesem Zeitpunkt dort lebenden Indianern, den Ute und den Navajos, schon lange bekannt waren. Der Ausdruck Hovenweep kommt aus der Ute-Sprache und bedeutet so viel wie Ödes Tal.
Mesa Verde
Die grüne Tafel oder Mesa Verde, nannten die frühen Entdecker aus Spanien den über 2000 m hohen, nadelwaldbedeckten Tafelberg im äussersten Südwesten Colorados (Grenzregion zu Utah). Hier befindet sich sich der gleichnamige Nationalpark. Mesa Verde ist nach Süden hin geneigt und überragt die sie umgebende Wüstenebene um 200 bis 600 m. 10 in Nordsüdrichtung verlaufende Canyons durchqueren den südlichen Teil der Mesa. In den Canyonwänden befinden sich die schönsten präcolumbischen Felsnischensiedlungen Nordamerikas, erbaut im 12. und 13. Jahrhundert.
Die Urahnen dieser wahrlichen Baumeistern hatten bereits um 1200 die Canyons der Mesa besiedelt und sich nach und nach zu den Felsnischenbewohnern entwickelt. Insgesamt durchliefen die Anasazi, ‚die Alten‘, wie die Navajo die ehemaligen Bewohner der Mesa zusammenfassend nannten, vier Entwicklungsstufen vom höhlenbewohnenden Korbflechter bis zum Erbauer mehrstöckiger Lehmziegelhäuser.
Ende des 13. Jahrhunderts verschwanden die Anasazi. Fachleute verbinden einer plötzlich erfolgte Abwanderung der Anasazi die langen Trockenperioden im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts, die zu Wassermangel und Hungersnot führten. Bedrohung von aussen und Seuchen werden als Ursachen in Betracht gezogen.
Den Weissen blieben die Felssiedlungen bis 1874 verborgen. Auf die Entdeckung folgten Zerstörung, Plünderung, Restaurationen und schliesslich die Schaffung des Nationalparks. Auf der Mesa wurden Strassen angelegt, von denen aus man die meisten grösseren Felssiedlungen sehen und teilweise zu Fuss erreichen kann. Von Anfang Mai bis Mitte Oktober werden mehrmals täglich Führungen durch einige der grössten, restaurierten Ruinen durchgeführt.


